Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Das Teilprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt befasst sich mit der Analyse von Wirkungen von Rufbereitschaft auf die Beschäftigten im Bereich Luftfahrt.
Rufbereitschaft ist in der Luftfahrtbranche stark verbreitet und fester Bestandteil der Arbeitplanung. Für Beschäftigte in der Luftfahrt (insbesondere Piloten und Kabinenpersonal) stellt die Arbeit auf Abruf neben anderen belastenden Arbeitsbedingungen, wie z.B. wechselnde Schichtarbeitszeiten und Zeitverschiebung, eine zusätzliche Herausforderung dar. Hinzukommt, dass Rufbereitschaft in diesem Sektor häufig, anders als in den meisten Branchen, eine mehrtägige Abwesenheit vom Wohnort mit sich bringen kann und damit eine besonders starke Belastung für die Beschäftigten und deren Familie darstellt.
Ziel ist es daher, individuelle und organisationale Bewältigungsstrategien speziell für den Bereich Luftfahrt zu identifizieren. Auf der Grundlagen der Ergebnisse von umfangreichen empirischen Untersuchungen, die auch Auswirkungen auf Familie und Angehörige (Work-Life-Balance) beinhalten, sollen gemeinsam mit dem am Projekt beteiligten Unternehmen spezifische Handlungskonsequenzen für den Bereich Luftfahrt entwickelt werden. Gemeinsam mit den anderen Verbundpartnern sollen darüber hinaus generalisierte Strategien abgeleitet werden. Bei allen Untersuchungen und entwickelten Lösungsstrategien sollen die Besonderheiten von Frauen und Männern sowie verschiedener Altersgruppen berücksichtigt werden.
Die Ergebnisse dienen dem am Projekt beteiligten Unternehmen direkt zur Verbesserung seiner spezifischen Rufbereitschaftskonzepte. Neben konkreten Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der Rufbereitschaft auf Unternehmensseite, erhalten auch die Mitarbeiter Strategien zum individuellen Umgang mit Rufbereitschaft. Die gewonnen Erkenntnisse werden auf Fachkonferenzen verbreitet und in Publikationen für die Wissenschaft und Fachöffentlichkeit aufbereitet.

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